Rund ums Heiraten

Blumen rund ums Heiraten

Das Hochzeitsfest

Tischdekoration 

Nicht zu viel, heisst die Devise. Blumengestecke dürfen nur so hoch sein, dass jeder sein Gegenüber noch gut sehen kann. In der Tafelmitte steht das Center Piece, das Hauptstück der Dekoration


Reden 
Sie werden gehalten, wenn alle Gäste sitzen, am ehesten nach dem Hauptgang. Den Anfang macht der Brautvater. Es folgen der Vater des Bräutigams, die Trauzeugen und der Bräutigam selbst. Fünf Minuten Rededauer nicht überschreiten! 


Der erste Tanz 
Der erste Tanz gehört immer dem Brautpaar. Traditionellerweise wählt das Paar einen Walzer. Während der ersten Takte des Tanzes befindet sich das Brautpaar alleine auf der Tanzfläche. Danach fordert der Bräutigam die Mutter der Braut auf und die Braut tanzt mit dem Vater des Bräutigams. Anschliessend bilden der Vater mit seiner Tochter und der Sohn mit seiner Mutter jeweils ein Paar. Damit ist der Tanz eröffnet. Jetzt können sich auch alle anderen Gäste auf die Tanzfläche begeben. Tanzschulen finden Sie im Verzeichnis.


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Zeitlicher Ablauf 
Zwischen Trauung und Hochzeitsfest sollte so viel Zeit liegen, dass die Gäste Gelegenheit haben, sich gegebenenfalls umzuziehen. 


Tisch am Hochzeitsfest


Die Tischordnung

Gäste mit Fingerspitzengefühl platzieren 
Es ist immer noch so, dass viele Gäste einer Hochzeit daran, wie nah oder weit entfernt vom Brautpaar sie an der Festtafel platziert werden, den Grad der Zuneigung zu ihnen oder ihre Wichtigkeit ablesen. Und schnell fühlt sich bei dieser Frage jemand auf den Schlips getreten. Benimm-Bücher enthalten zwar Faustregeln, wer wo sitzt. Doch diese widersprechen sich oft und können selten exakt eingehalten werden. Sie brauchen also auf jeden Fall Fingerspitzengefühl bei der Platzierung Ihrer Gäste. 

Wer sitzt neben wem? 
Eine falsche Tischordnung kann die Atmosphäre des gesamten Abends zerstören, wenn zwei Personen neben einander gesetzt werden, die sich nicht leiden können. Deshalb ist es wichtig, die Tischnachbarn sorgfältig auszuwählen. Dem «Gruppenprinzip» folgend können Sie Ihre Freunde und Verwandten fein säuberlich trennen. Der Haken an der Sache: Die neuen Familienmitglieder haben kaum die Möglichkeit, sich kennen zulernen. Daher empfiehlt sich eher eine Platzierung nach dem «Harmonieprinzip»: Setzen Sie Gäste mit gleichen Interessen nebeneinander. Zwei Formel 1-Fans werden so den ganzen Abend zu diskutieren haben. 

Das Brautpaar im Mittelpunkt 
Das Hochzeitspaar sitzt zentral an einem festlich geschmückten Tisch mit der besten Übersicht über das Geschehen und die Gäste. Je nach Tischform sitzen die beiden - bei einer rechteckigen Tafel - in der Mitte der Längsseite oder an der Quer-tafel, wenn die Tische in U-, T- oder E-Form ausgestellt werden. Am kommunikativsten sind jedoch runde Einzeltische für acht bis zwölf Personen. Wenn immer möglich bekommt jede Dame einen Tischherrn zugewiesen. 

Familiensache 
Egal, für welche Tischform Sie sich entscheiden: Die heiss begehrten Sitze in der Nähe des Brautpaares sind den engsten Angehörigen vorbehalten. Traditionell sitzt die Braut zur Rechten des Bräutigams. Neben ihr der Brautvater oder der Vater des Bräutigams. Die linke Seite des Bräutigams nimmt entweder seine Mutter oder die Mutter der Braut ein. An die Brauteltern schliessen sich Paten, Grosseltern, Geschwister oder/und Trauzeugen an. Wenn Sie auch Ihren Pfarrer einladen, gebührt ihm und seiner Begleitung ebenfalls ein Platz in Ihrer Nähe. 

Freunde und Kinder an die Nebentische 
Während sich eine ganze Reihe anderer Ehrengäste einen Vorzugsplatz wünschen, macht es den Kindern meistens nichts aus, am Tischende oder an einem Nebentisch zu sitzen. Auch gute Freunde sind nicht beleidigt, wenn sie zugunsten von Onkeln und Tanten auf einen Platz am Ehrentisch verzichten müssen. 



Der Dress code

Was trägt Mann? 
Auf einer kirchlichen Hochzeit ist fast alles an festlicher Garderobe erlaubt, was gefällt. Wird in England und Amerika zum Beispiel der Cut mit grauem Zylinder als traditionelles Outfit für Bräutigam und Gäste bevorzugt, so ist hierzulande für "Ja-Sager" auch Frack oder Smoking mit passenden Accessoires üblich. Die Gäste tragen Party-Anzug, Spencer-Kombination oder im Sommer Dinner-Jacket. Abends trägt Mann - je nach Art der Festlichkeit - Frack (White Tie) oder Smoking (Black Tie). Ebenfalls möglich ist die Spencer-Kombination. Immer richtig liegen Sie zudem mit dem dunklen Smoking und passender Schleife, dem einreihigen Smoking mit Kummerbund oder Weste oder dem Zweireiher. Dazu Smokinghose mit Galon und schlichte schwarze Schuhe. 

Accessoires 
Neben dem Pochette sind weitere stilvolle Feinheiten bedeutend: Zum Frack beispielsweise trägt man vorzugsweise keine Armbanduhr, sondern - wenn vorhanden - eine goldene Taschenuhr. Zum Smoking flache silberne Manschettenknöpfe und eine ebenso silberne Armbanduhr mit schwarzem Lederarmband. 

Schwarze Socken 
Grundsätzlich sollte Mann knielange Socken tragen, um einen Blick auf nackte Beine zu vermeiden. Seide oder feine Baumwolle passen besser als dicke Wolle. Die Farbe ist bei festlichen Anlässen grundsätzlich schwarz. 

Dem Hochzeitspaar nicht die Schau stehlen 
Als Gast sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihre Kleidung nicht allzu auffällig gestaltet ist und damit die Blicke der anderen Gäste auf Sie lenkt. Vermeiden Sie es zudem, sich feierlicher anzuziehen als das Brautpaar. 



Die Danksagung

Mündliche oder schriftliche Form 
Eine Danksagung kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Der Dank muss nicht überschwänglich sein, soll aber das ehrliche Gefühl des Dankes zum Ausdruck bringen. 

Persönliche Note 
Dankes-karten oder -briefe werden normalerweise von Hand geschrieben. Bei einer Hochzeit darf man aber eine Ausnahme machen: Hier sind so viele Briefe zu schreiben, dass es jeder Schenkende verstehen wird, wenn er kein handgeschriebenes Dankesschreiben erhält. 

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